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Den
Tarahumara ist es über vier Jahrhunderte hinweg
gelungen, ihre Kultur im Kern zu bewahren. Ihre wirtschaftliche,
soziale und kulturelle Existenz ist aber heute akut
bedroht. Zu den dringlichsten Problemen gehören
die offene Landrechtsfrage, der Raubbau an den Wäldern
und der Terror der Drogenmafia.
Die in der Verfassung verankerten Landrechte der Tarahumara
werden weder von den mestizischen Lokalpolitikern noch
von den Militärs oder der Polizei, geschweige denn
von den Holzfirmen oder Drogenhändlern respektiert.
Große forstwirtschaftliche Konzerne holzen die
Wälder der Sierra Tarahumara ab. Das artenreichste
Ökosystem in Nordamerika ist in Gefahr, die Folgen
der Entwaldung - Erosion und Dürre - zerstören
die Lebensgrundlage der Tarahumara.
Die Sierra Tarahumara ist eines der größten
Drogenanbaugebiete der Welt und ein wichtiger Umschlagplatz
für Kokain aus Südamerika. Die Drogenbosse
zwingen die indigenen Gemeinden mit brutalem Terror,
die Drogen anzupflanzen oder ihr Land zu verlassen.
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